Direkt zum Inhalt
  1. Enthüllung der Gedenktafel; 30 Jahre CJD Dortmund auf Zeche Germania

Wo Wandel wirkt

30 Jahre Chancen schaffen: Die Zeche Germania startet ins Jubiläumsjahr

Als Schirmherr war Oberbürgermeister Alexander Kalouti persönlich vor Ort. Gemeinsam mit Ralf Schumacher, dem Leiter der Zeche Germania, enthüllte er die Gedenktafel, die sowohl an die industrielle Vergangenheit des Ortes als auch an die Transformation seit 1996 erinnert. In seiner Ansprache würdigte der Oberbürgermeister die Arbeit des CJD: „Die Zeche ist ein Ort der Zukunft – und diese haben Sie bereitet.“ Er betonte zudem, dass das CJD ein verlässlicher Partner für die Stadt sei, der Menschen auffängt, qualifiziert und begleitet: „Die Stadt braucht Sie und ist stolz auf Sie.“

Zu den Ehrengästen gehörte auch Dr. Horst Röhr, der vor drei Jahrzehnten maßgeblich dazu beitrug, dass die Zeche Germania zum CJD kam. Ralf Schumacher würdigte ihn als den „Vater der Zeche“ – eine Bezeichnung, die die Weitsicht und den Mut ehrt, die den Grundstein für die heutige Arbeit gelegt haben.

Authentische Worte aus der Leitung der Zeche

In seiner Rede zeigte sich Ralf Schumacher sichtlich bewegt. Seine Verbundenheit mit dem Standort war spürbar, seine Worte persönlich und voller Freude über diesen besonderen Tag. Zur Bedeutung der neuen Gedenktafel sagte er: „Die Tafel ist ein Zeichen der Verbundenheit mit der Vergangenheit dieses Standortes und zugleich ein Versprechen auf die Zukunft.“

Der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti ist Schirmherr über das Jubiläumsjahr der Zeche Germania.

Impulse aus dem Vorstand

Auch Petra Densborn, Vorständin des CJD, war eigens aus Ebersbach angereist. Sie hob hervor, warum die Zeche Germania seit 30 Jahren ein so bedeutender Ort für das CJD ist – für Dortmund und vor allem für die Menschen, die hier begleitet werden. Ihre Botschaft war klar: „Die Zeche zeigt, dass wir vor Transformation keine Angst haben müssen.“ Und weiter: „Es braucht Orte wie die Zeche, um das Morgen gestalten zu können.“

Ein besonders eindrucksvoller Teil der Veranstaltung war die Segnung durch Pfarrerin Stefanie Elkmann. Mit ihren Worten stellte sie alle Menschen auf der Zeche unter Gottes Schutz und erinnerte daran, dass dieser Ort seit 30 Jahren nicht nur Arbeits- und Lernraum ist, sondern auch ein Raum der Hoffnung. Für das CJD als christlichen Träger war dies ein starkes Zeichen der Verbundenheit und der geistlichen Haltung, die die Arbeit hier prägt.

CJD-Vorständin Petra Densborn nutzte die Gelegenheit, um in der aktuellen Debatte über den Sozialstaat Position zu beziehen: "Ohne uns und andere Experten würde es nicht funktionieren."

Drei Jahrzehnte Wandel – und ein Ort, der Zukunft schafft

Seit 1996 hat sich die Zeche Germania von einer stillgelegten Industrieanlage zu einem lebendigen Zentrum für berufliche Teilhabe, Qualifizierung und gelebte Inklusion entwickelt. Hier entstehen Perspektiven für Menschen, die es im Leben oft schwerer haben. Hier wird Wandel gestaltet – gemeinsam, mutig und mit Blick nach vorn. Zum Abschluss der Veranstaltung genossen die Gäste eine „Kurze Fuffzehn“, die traditionelle Frühstückspause der Bergleute – ein liebevoller Gruß an die Geschichte des Ortes.

Mit diesem Auftakt beginnt ein Jubiläumsjahr voller Erinnerungen, Begegnungen und besonderer Momente. Neben Fachveranstaltungen sind unter anderem ein Gottesdienst unter freiem Himmel, ein Fest für die Mitarbeitenden sowie eine Überraschung in der Vorweihnachtszeit geplant.

Parallel ist die Serie „30 Jahre – 30 Geschichten“ gestartet: Jede Woche erscheint eine neue Geschichte über Menschen, Meilensteine und Momente, die die Zeche Germania geprägt haben. Die aktuelle Folge finden Sie hier: Wie die Zeche zum CJD kam